Empathie, Grenzen oder Gelassenheit – was hilft im Umgang mit schwierigen Menschen?
Podcast „Diese schwierigen Menschen“ · Episode 49
Was können wir tun, um den Umgang mit schwierigen Menschen für uns selbst gesünder zu gestalten. Wenn Menschen schwierig werden, suchen wir häufig nach der richtigen Strategie. Und dann stellt sich die Frage: Braucht es mehr Verständnis? Oder braucht es klare Grenzen? Oder wäre es hilfreicher, sich weniger zu ärgern und gelassener zu werden?
Interessant ist dabei, dass dieselbe Strategie in einer Situation sehr hilfreich sein kann und in einer anderen überhaupt nicht funktioniert. Ein Beispiel:
Zwei Kolleginnen kommen ständig zu spät.
Die eine ist überlastet. Die andere hält Regeln für unwichtig. Von außen betrachtet sieht das Verhalten identisch aus. Aber die sinnvolle Reaktion kann möglicherweise jeweils ganz anders aussehen.
Vielleicht liegt auch genau darin ein Teil des Problems im Umgang mit schwierigen Menschen: Ähnliche Verhaltensweisen können völlig unterschiedliche Ursachen haben.
Schwierige Menschen sind nicht immer aus denselben Gründen schwierig
Im Arbeitsalltag begegnen uns sehr unterschiedliche Formen von Schwierigkeit. Manche Menschen stehen stark im Wettbewerb. Andere sind durch ihre Erfahrungen mit Organisationen und Veränderungsprozessen schwierig geworden. Und wieder Andere bringen Eigenschaften mit, die Zusammenarbeit anstrengend machen. Und dann sind da noch die Fälle, in denen Manche bewusst manipulativ oder schädigend handeln, während bei genauerer Betrachtung Andere schwierig für uns sind, weil sie anders sind als wir selbst.
Gerade diese Unterschiede geraten im Alltag leicht aus dem Blick.
Dann wird Konkurrenz als persönlicher Angriff erlebt. Andersartigkeit als Rücksichtslosigkeit. Oder ein Organisationsproblem wird zu einem Charakterproblem erklärt.
Warum dieselbe Strategie nicht immer funktioniert
Empathie, Grenzen und Gelassenheit sind keine allgemeinen Lösungen. Sie sind unterschiedliche Herangehensweisen. Welche davon hilfreich ist, hängt häufig davon ab, womit wir es tatsächlich zu tun haben.
Manchmal hilft Verständnis. Und manchmal braucht es Klarheit und Grenzen. Und in anderen Fällen ist Gelassenheit die beste Antwort.
Oft ist die richtige Strategie längst bekannt – die eigenen Ressourcen reichen aber noch nicht aus, um sie tatsächlich umzusetzen.
Handlungsspielräume vergrößern
In dieser Podcastfolge geht es deshalb weniger um die Frage, welcher Menschentyp vor Ihnen steht. Es geht vielmehr darum, den eigenen Handlungsspielraum zu vergrößern. Denn wer genauer einordnen kann, warum ein Mensch schwierig wirkt, kann meist auch bewusster entscheiden, welche Reaktion hilfreich sein könnte.
Direkt passend zu dieser Folge:
- Folge 48: Wie bleibe ich handlungsfähig im Umgang mit schwierigen Menschen? – im Gespräch mit Beate Maes
- Folge 37: Einfach gelassen bleiben!?! Gelassenheit im Umgang mit schwierigen Menschen und Situationen
- Folge 36: Das Leben ist zu kurz, um sich zu ärgern. Eine Folge für uns Kopfschüttler – 10 Anti-Ärger-Tipps, -Gedanken und -Möglichkeiten
- Folge 30: Die drei Säulen im Umgang mit schwierigen Menschen
Zur Kategorie „schwierige Charaktere“
- Folge 35: Dominante Menschen
- Folge 32: Unsympathische Kollegen
- Folge 24: Schritte aus dem Perfektionismus
- Folge 23: Perfektionistische Chefs
- Folge 23: Perfektionismus im Team – Umgang mit perfektionistischen Kolleg:innen und Mitarbeitenden




